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„Das lädt wirklich zum Erkunden und Ausprobieren ein“

Weingarten – „Das ist ja gar nicht so einfach“, meinte eine junge Frau und versucht im Audienzsaal der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) aus neun Kugeln eine Pyramide zu gestalten. Jeweils drei Kugeln sind aneinander befestigt – nun gilt es die drei Teile zu einem Ganzen zusammenzufügen. Gleich daneben sind zwei Studierende damit beschäftigt, bunte Zahnräder, die mittels Magneten an einer Tafel befestigt sind, so ineinander zu verzahnen, dass sich alle bewegen, wenn man am ersten dreht. „Das ist ja richtig spannend“, lachen sie, als erst nach einigen Versuchen endlich alle Räder greifen. Und weiter geht es zur nächsten Station. Auch dort drängen sich die Besucher. Sie sind alle zur Eröffnung der Ausstellung „Mini-Mathematikum“ gekommen, die noch bis 18. April in der PH zu sehen und erkunden ist. „Das wirklich richtige Publikum ist noch gar nicht da“, scherzt PH Rektor Professor Dr. Jakob Ossner, der die Gäste begrüßt. Die „Mathematik zum Anfassen“ ist eigentlich für Kinder im Alter von vier bis acht Jahren gedacht. Sie begeistert aber auch die Älteren.

Weingarten sei eine von 20 Städten, in denen das Mini-Mathematikum präsentiert werde, so der Rektor weiter. Unterstützt werde das Projekt von den Städten Ravensburg und Weingarten, vom Kreis Ravensburg, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von der Telekom Stiftung. „Das Mini-Mathematikum öffnet eine Tür zur Mathematik und macht diese für die kleinen Menschen begreifbar“, sagt Professorin Dr. Elisabeth Rathgeb-Schnierer vom Fachbereich Mathematik. Grundthemen der Mathematik wie „Zahlen“, „Formen“ und „Muster“ werden in einem Erlebnisparcours erfahrbar gemacht. Die Kinder werden nicht mit Rechnungen, Formeln und Erklärungen konfrontiert, sondern haben die Chance, mit vielen Experimenten eigene Erfahrungen zu machen. So gibt es beispielsweise Knobelspiele, Spiegeleien oder Seifenhautexperimente, müssen Brücken gebaut, bunte Gespenster zu einer Fläche und Fische lückenlos in einer Reihe aneinander gelegt werden. Bei einer Uhr werden die Stundenzahlen mit passenden Dingen erklärt. Da sind bei der Sieben die sieben Zwerge zu sehen, bei der Zwei ein Memory-Paar, bei der Elf eine kleine Fußballmannschaft oder bei der Zehn die zehn Finger zweier Hände. „Das lädt wirklich zum Erkunden und Ausprobieren ein“, schmunzelt ein älterer Herr und lässt eine Kugel über eine gerade Bahn laufen, während seine Frau ihre Kugel über die daneben platzierte, gleich lange Bahn mit mehreren Senken schickt – und deutlich schneller ans Ziel kommt. „Die Senken wirken beschleunigend“, ist der Mann sich sicher, „da habe ich keine Chance zu gewinnen.“

Auch die älteren Besucher regt das Mini-Mathematikum zum aktiven Handeln, Spielen und zur Auseinandersetzung mit der Mathematik an. „Alles auf kindgerechte Weise“, betont Charlotte Rechtsteiner-Merz vom Fachbereich Mathematik, die die Idee hatte, die Wanderausstellung des Mathematikums Gießen im Rahmen des „Jahres der Mathematik“ an die Hochschule nach Weingarten zu holen. Am Samstag, 12. April, ist Familientag.

INFO: Das Mini-Mathematikum, Mathematik zum Anfassen, ist noch bis 18. April im Audienzsaal der Pädagogischen Hochschule zu sehen. Die Öffnungszeiten sind für Gruppen mit Voranmeldung Montag bis Freitag von 8 bis 15.30 Uhr, für Einzelbesucher Montag bis Freitag von 15.30 bis 17 Uhr. Am Samstag, 12. April, ist von 10 bis 16 Uhr Familientag. Der Eintritt kostet für Erwachsene 2,50 Euro, für Kinder 1 Euro. Angemeldete Gruppen erhalten eine rund 15-minütige Einführung. Als Verweildauer im Mini-Mathematikum sollten rund eineinhalb Stunden eingeplant werden.

Pressemitteilung vom: 14.04.2008

 
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