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Mathematikprofessor Ludwig erschließt China mit Zahlen und Chips

WEINGARTEN – Mit bunten Lampions, chinesischen Schriftzeichen, kleinen Figuren und chinesischer Musik hat Prof. Dr. Matthias Ludwig, den Hörsaal der Kinderuni in chinesisches Licht getaucht. Mit offenen Sinnen reisten 250 Kinderuni-Studierende mit dem Mathematikprofessor der Pädagogische Hochschule Weingarten ins ferne China.

Schon weil die Olympischen Spiele 2008 im Reich der Mitte stattfinden, weckt China zurzeit allgemeines Interesse. „China – was für ein Land ist das?“ Die Kinder-Studis waren auf die Vorlesungsfrage gut vorbereitet. Nicht nur die chinesische Mauer war ihnen bekannt. Student Felix Mitterhofer war sogar selber schon in der Stadt Xi´an, bei der die berühmte Terrakotta-Armee steht. Auf Lichtbildern waren das graue Heer und die chinesische Mauer mit ihren Wachtürmen zu sehen.
Den chinesischen Schriftzeichen gegenüber zeigten die Studierenden keine Scheu: „Ni hao“, las ein Schüler und übersetzte: „Das heißt Guten Tag!“ Im Nu brachte Matthias Ludwig seinen Hörern die zehn chinesischen Zahlzeichen bei. Der Mathematikprofessor ließ anschaulich werden, dass China 27-mal so groß wie Deutschland ist. „Menschen im Nord-Westen Chinas sind näher an Deutschland als an der südchinesischen Stadt Shanghai“, sagte er. 1,32 Milliarden Menschen leben in China, 16-mal so viel wie in Deutschland. Man könnte meinen, die Chinesen hätten mehr Platz. Matthias Ludwig zeigte aber, dass der Himalaja, andere Gebirge und die Wüste Gobi sehr viel Raum einnehmen. „Hier lebt praktisch niemand“, sagte er. Die meisten Menschen leben im Süden und Osten, in Küstennähe und in Flusstälern.
Chinesen essen drei warme Mahlzeiten am Tag. Matthias Ludwig, der letzten Sommer eine Gastprofessur in Shanghai innehatte, schwärmte von den chinesischen Suppen, von Teigtaschen, und fremdartigen Leckerbissen, die er seinen Kinder-Studierenden in bunten Bildern vorführte. Die machten „mmmh“ oder „ääääh“, je nachdem. Schildkröte schmecke ihm auch nicht, sagte Ludwig. Und Hund habe er noch nie gegessen. Beim Essen und Trinken werde in chinesischen Gaststätten gesungen und getanzt. Da gehe es um einiges lauter zu als in deutschen, erzählte der Mathematiker.
Das wichtigste Fortbewegungsmittel in China ist immer noch das Fahrrad. An Bushaltestellen drängeln die Chinesen in der Regel. Jetzt wurde ihnen amtlich verordnet, das Schlangestehen zu üben. Die Gäste bei den Olympischen Spielen sollen von dem chinesischen Gedrängel nicht erschreckt werden. In Reih und Glied dagegen sammeln chinesische Schüler sich vor dem Unterricht zur Morgengymnastik auf dem Schulhof. Mit „Lao shi hao“ begrüßen sie ihren Lehrer. „Lao shi heißt Lehrer und hao ist die Kurzform für Guten Tag“ erklärte Matthias Ludwig. Nachmittags machen chinesische Schüler alle gemeinsam Augengymnastik. Über Mittag bleiben sie in der Schule. Die Kleinen essen aber nicht mit Stäbchen, sondern mit Löffeln, damit die lebhaften Kinder sich nicht verletzen. Keine Verletzungsgefahr bargen die Krabbenchips, die den Studierenden nach der Vorlesung noch einen Vorgeschmack von China gaben.

Pressemitteilung vom: 14.01.2007

 
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Foto: Pädagogische Hochschule Weingarten