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Sprache fördern im Vorschulalter

Weingarten – „Es war eine richtig gute Tagung“, sagte Professorin Dr. Diemut Kucharz, Direktorin des Zentrums für Elementar- und Primarbildung der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH). Die Erziehungswissenschaftlerin spricht von der zweitägigen Fachtagung „Sprache fördern im Vorschulalter“, zu der rund 200 Erzieherinnen und Entscheidungsträger vorschulischer Einrichtungen aus Baden-Württemberg, der Schweiz und aus Österreich an die PH gekommen waren, um gemeinsam über diese wichtige Aufgabe nachzudenken und sich auszutauschen. Das Programm der Landesstiftung „Sag mal was – Sprachförderung für Vorschulkinder“ habe ganz wesentlich dazu beigetragen, dass das Thema in den Kindertageseinrichtungen und bei den verschiedenen Trägern inzwischen einen großen Stellenwert einnehme, betonte Kucharz. Finanziert wurde die Tagung von der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH), einem Zusammenschluss von deutschen, schweizerischen und österreichischen Hochschulen in der Bodenseeregion. Die Organisation hatte der Geschäftsführer des Zentrums für Elementar- und Primarbildung, Dr. Thomas Irion, übernommen.

Die Erzieherinnen, die ihre Kindertageseinrichtungen für das Sprachförderprojekt geöffnet haben, hätten viel Zeit geopfert, „damit wir die Wirksamkeit der Sprachförderung für Vorschulkinder untersuchen können“, so Professorin Kucharz weiter. Ohne diese Bereitschaft und das hohe Engagement der Beteiligten wäre es nicht möglich, Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung in die Praxis zu bringen. Die Tagung sei konzipiert worden, um interdisziplinäre Forschungsprojekte vorzustellen und Ergebnisse zu erörtern, berichtete PH-Professor Dr. Werner Knapp. Die Pädagogischen Hochschulen Weingarten, Zürich und Thurgau haben in den vergangenen Jahren ihre Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Sprachförderung stark ausgebaut. Hierzu gehören die an der PH Weingarten durchgeführte und von der Landesstiftung Baden-Württemberg sowie der Stiftung Ravensburger Verlag finanzierte Begleituntersuchung zur Sprachförderung für Vorschulkinder wie auch die Entwicklung eines Einschätzungsrasters Erstsprache Deutsch durch die PH Zürich.

„Wir streben einen internationalen Dialog zu Grundfragen der Sprachförderung an“, so Professor Dr. Knapp. Die im Rahmen der Tagung geführte Diskussion mit Fachleuten aus Praxis, Verwaltung und Wissenschaft sei dafür eine wichtige Voraussetzung. In elf Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer mit Themen wie „Spielerische Entdeckung der Schrift im Kindergarten“, „Vorleseaktionen in Kindergärten“, „Sprachförderkonzepte in der Praxis“ oder auch „Elternarbeit in der Sprachförderung“. Neben Vorträgen, Diskussionen und Workshops sei aber auch viel Raum für den persönlichen Austausch geblieben, so die Veranstalter. „Nur wenn Wissenschaft, Verwaltung und Praxis miteinander im Gespräch bleiben, ist eine wirklich erfolgreiche und effektive Umsetzung der Sprachförderung im vorschulischen Bereich möglich“, so Professorin Kucharz.

Pressemitteilung vom: 03.12.2007

 
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Foto: Pädagogische Hochschule Weingarten
 
Bild:Professor Dr. Werner Knapp, Professorin Dr. Diemut Kucharz und Professorin Dr. Barbara Gasteiger Klicpera sprachen im Rahmen einer Fachtagung an der Pädagogischen Hochschule Weingarten über didaktische und methodische Prinzipien bei der Sprachförderung für Vorschulkinder.