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„Lehrer arbeiten immer an der Jugend eines Landes“

Weingarten – An der Tür zur Aula in der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) hängt ein Schild. „Herzlich willkommen, Einlass ab 18.30 Uhr“ steht darauf geschrieben. Hinter der Tür sind Stimmen zu vernehmen, Instrumente werden gestimmt, Gesang ertönt – und fröhliches Lachen. Ab und zu öffnet sich die Tür, junge Menschen laufen hinaus und auch wieder hinein – sorgsam die Tür hinter sich schließend. „Ich werde langsam richtig neugierig“, lacht ein Herr in grauem Anzug. „Unsere Tochter hat uns nichts verraten.“ Zusammen mit seiner Ehefrau ist er aus dem Schwarzwald angereist, um die Examensfeier des Wintersemesters 2006/07 der PH-Absolventen, darunter seine Tochter, mitzuerleben.

Endlich öffnet sich die Tür. Die Aula füllt sich mit den examinierten Junglehrern, deren Angehörigen und PH-Lehrkräften, die Feier beginnt mit einem Klavierstück, gespielt von Ilona Liftin. 235 Studierende sowie 24 Externe hätten die Prüfung angetreten, berichtet Prorektor Professor Dr. Harald Pfaff in Vertretung für PH Rektor Professor Dr. Jakob Ossner. Von den 115 angehenden Realschullehrern haben 102 das Examen bestanden, das entspricht 88,8 Prozent. Sieben Absolventen hatten eine Note besser als 1,4 und erhielten eine Auszeichnung. Von den 117 zur Prüfung angetretenen künftigen Grund- und Hauptschullehrern haben 92 bestanden. „Sie können stolz sein auf Ihr Examen und auf Ihre Noten“, lobt Pfaff. In einer freiwillig durchgeführten Evaluation sei der Hochschule im Bereich der Lehre eine erfolgreiche Arbeit bescheinigt worden, so der Prorektor weiter. Positiv werde auch das Modellprojekt bewertet, bei dem PH-Studierende nach ihrem zweiten Semester ein Praxisjahr an einer Grund-, Haupt- oder Realschule absolvieren und danach ihr Studium fortsetzen. „Die Nähe zur Praxis bewährt sich“, betont Pfaff. Die PH liefere schließlich keine fertigen Lehrer, sondern schaffe das Fundament für einen erfolgreichen Einstieg und eine gute Berufsentwicklung. „Lehrer arbeiten immer an der Zukunft eines Landes“, gilt sein Appell den Junglehrern. „Sie haben einen der schönsten und verantwortungsvollsten Berufe gewählt.“ Dann erklingt das Lied „I don’t want to miss a thing“, gesungen von Sandra Wobig und Almut Stöckl. Am Klavier werden die beiden von Fabian Mroz begleitet – das Publikum ist begeistert.


Nach der Preisverleihung für herausragende wissenschaftliche Arbeiten durch die Vereinigung der Freunde der PH, die in diesem Jahr Rebecca Elbs für eine Hausarbeit über Fragepronomen im Fach Englisch, Simon Hass für seine Untersuchung zum Thema Ganztagesschule und Simone Munk für aktuelle Forschungsergebnisse im Bereich Leseförderung auszeichnet, gibt es erstmals auch einen Preis für soziales Engagement, gleichfalls gestiftet von den Freunden der PH. Er geht an Janine Ennen und Martin Viertler, die sich neben anderem engagiert in die katholische und evangelische Kirchengemeindearbeit eingebracht oder auch die zentrale Organisation bei Festen übernommen haben. „Tolle junge Menschen“, flüstert ein älterer Mann fast ehrfürchtig. „Es gibt sie also immer noch.“ Und schon entführen Ilona Liftin und Mirjam Hänle die Festgäste mit Klavier und Querflöte in die Welt der Musik.

Dass sie nicht nur von der Lehre etwas verstehen, sondern auch in eigenen Sketschen überzeugen, beweisen Professor Dr. Bernd Reinhoffer und Diplom-Pädagoge Thomas Irion wenig später. Manch einer der Junglehrer erkennt sich zumindest in Ansätzen in den verschiedenen Prüfungsszenen wieder, die die beiden mit Augenzwinkern vorführen. Auch Professor Dr. Andreas Schwab hat die Lacher auf seiner Seite, als er mit seinem Geografie-Background-Chor gesteht: „Moränen lügen nicht.“ Nachdem Martina Erd und Viktoria Fuhr, am Klavier begleitet von Olga Fuhr, mit ihren tollen Stimmen und einem Medley aus Musical, Pop und Jazz die Gäste in Stimmung versetzt haben, beschließen die „Impressionen einer examinierten Studentin im biblischen Alter“, in denen Roswitha Klepser von den Vorzügen der PH und ihren Erfahrungen als Studierende berichtet, den Programmteil. Doch für die Junglehrer und ihre Gäste ist noch lang nicht Schluss. Im Naturwissenschaftlichen Zentrum wird weiter gefeiert.

Pressemitteilung vom: 18.07.2007

 
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