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Die Pädagogische Hochschule stellt sich den Aufgaben

Weingarten - Zu einem Gedankenaustausch mit den Mitgliedern des Rektorats besuchte Staatssekretär Rudolf Köberle die Pädagogische Hochschule (PH) Weingarten. Solche Treffen gehörten inzwischen schon zur guten Tradition und belegen das große Interesse und Engagement des Staatssekretärs für die Bildungspolitik und für die PH im Besonderen, so Professor Jakob Ossner; Rektor der Hochschule. Nicht immer freilich stünden solch brisante Themen wie derzeit auf der Tagesordnung.

Der Rektor nahm den jüngst von den Gremien der Pädagogischen Hochschule verabschiedeten Struktur- und Entwicklungsplan zum Anlass, die Perspektiven der Pädagogischen Hochschule in den kommenden Jahren aufzuzeigen. Dieser vom Wissenschaftsministerium geforderte Plan beschreibt die Ziele und Vorhaben der PH bis zum Jahr 2011, ein Zeitraum, der vor allem durch die Entwicklung und Einrichtung neuer Studiengänge geprägt sein wird. Denn der schon heute zu beobachtende Rückgang der Schülerzahlen lasse befürchten, so Rektor Ossner, dass sich dies zeitversetzt auch auf die Studierendenzahlen und den Bedarf an Lehrkräften auswirken wird. Ossner sieht die PH hier gut gerüstet. Noch in diesem Jahr richte sie die beiden neuen Studiengänge für Medien- und Bildungs-management und für Elementarbildung (Vorschulische Bildung) ein. Vier weitere Studiengänge sollen folgen. Man war sich einig, dass dies die Attraktivität der PH zusätzlich steigern werde und ein wichtiges Angebot über die Region hinaus darstelle. In diesem Zusammenhang wurde auch die mögliche Beteiligung der PH an den Gymnasialen Lehramtsstudiengängen in Konstanz angesprochen.

Mit Blick auf die gegenwärtige Diskussion um die baden-württembergische Schullandschaft warb Rektor Ossner bezüglich der Position der PH um Verständnis. Er wies darauf hin, dass es einer Hochschule durchaus anstehe, dass Wissenschaftler ihre Sicht der Dinge vorbrächten und verwies auf die Stellungnahme des Faches Erziehungswissenschaft. Rudolf Köberle verdeutlichte seinen Standpunkt, dass eine Veränderung des dreigliedrigen Schulsystems selbst noch keine Verbesserung der schulischen Ausbildungsqualität erbringe. Man war sich einig, dass sich die Lehrerausbildung besser als bisher auf die Anforderung einstellen müsse, die sich im Zusammenhang mit der Ausbildungsreife stelle.

Ein großes Problem stelle derzeit noch das Nebeneinander verschiedener Ausbildungssysteme innerhalb der Pädagogischen Hochschule dar. Bei einer nötigen Reform müsse man aber auch die Probleme, die sich inhaltlich in den Lehramtsstudiengängen stellten, angehen. Hier bat Ossner den Staatsekretär um die politische Unterstützung.

Wie sehr der Pädagogischen Hochschule an einer praxisorientierten Weiterentwicklung der Lehrerbildung gelegen ist, konnte Ossner an Hand eines in Biberach, Weingarten und Riedlingen derzeit laufenden Modellversuchs erläutern. An den weiteren Ergebnissen zeigte sich Rudolf Köberle sehr interessiert. Es bleibt also genügend Gesprächsstoff für den nächsten Besuch des Staatssekretärs.

Pressemitteilung vom: 09.07.2007

 
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