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Eigensinnige Oberschwaben?

Weingarten - Ein „Forum“, einen Marktplatz, für den wissenschaftlichen und didaktischen Austausch über die Region Oberschwaben bietet das „Zentrum für Regionalität und Schulgeschichte“ an der Pädagogischen Hochschule. Es wendet sich besonders an Interessierte aus Schule, Heimatpflege, Verwaltung und Tourismus.

Zum Auftakt dieser Vorlesungsreihe konnte einer der profiliertesten Kenner der oberschwäbischen Geschichte gewonnen werden: Professor Dr. Peter Blickle (Saarbrücken). Er referierte über den „Eigensinn der Oberschwaben“ und die „Prägung einer Region durch ihre politische Kultur“. „Eigensinn“, ein Verhalten, das von dem der Mehrheit abweicht, das von der blinden Verehrung des Obrigkeitsstaates nichts wissen wollte, glaubt Peter Blickle den Oberschwaben noch für das 19. Jahrhundert attestieren zu können. Anliegen seines Vortrages war es, die historischen Wurzeln einer politischen Kultur freizulegen, die am Ende des Alten Reiches durch geradezu demokratische Werte der Mäßigung und des Ausgleichs gegensätzlicher Interessen gekennzeichnet gewesen sei. Ob die Oberschwaben den „Eigensinn“ als politische Tugend freilich in das 21. Jahrhundert hinübergerettet hätten, ließ Peter Blickle offen.

Das „Zentrum für Regionalität und Schulgeschichte“ (ZeReS) wurde im Jahr 2006 als Forschungsverbund an der PH eingerichtet und besteht aus 18 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Sie haben sich unter anderem die Erforschung der Region Oberschwaben als Kultur- und Naturraum zum Ziel gesetzt. Im „Forum Regionalität“ werden Ergebnisse der Arbeit einem breiteren interessierten Publikum vorgestellt. Auch erhalten Lehrerinnen und Lehrer, die im Unterricht den Bezug zum heimatlichen Raum vertiefen möchten, hier Impulse.

Pressemitteilung vom: 07.05.2007

 
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