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Vorschulischer Bildungsbereich soll gestärkt werden

Weingarten – „Es ist eine große Herausforderung für uns alle, macht aber auch viel Spaß und lässt Gestaltungsspielraum“, sagt Professorin Dr. Katja Mackowiak. Seit März 2006 ist sie am Zentrum für Elementar- und Primarbildung (ZEP) der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) tätig und dort für die Konzeption und Einrichtung eines neuen Studienganges für frühkindliche Bildung verantwortlich. Im Wintersemester 2007/08 soll dieser mit den ersten 30 Studierenden starten.

Die Vorbereitungen laufen bislang nach Plan, berichtet die 40-jährige Diplom-Psychologin. „Wir haben eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich in verschiedenen Bereichen mit dem Thema ‚frühkindliche Bildung’ auseinander setzt.“ Ihre eigenen beruflichen Erfahrungen im Bereich Elementarbildung kämen ihr bei der neuen Studiengangskonzeption sehr zugute, betont Katja Mackowiak. Sie hat an der psychologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum studiert und dort 1997 promoviert. 2002 wechselte sie an die Heilpädagogische Fakultät der Universität Köln und lehrte im Bereich Sonderpädagogik. „Es gab dort auch eine Ambulanz für Kinder mit Entwicklungsstörungen“, erzählt die Psychologin, die zusätzlich eine therapeutische Ausbildung bei der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie absolviert hat und die Approbation besitzt. Nach einer Vertretungsprofessur in Pädagogischer Psychologie an der Universität Duisburg-Essen in den Jahren 2003 und 2004 habilitierte sich Katja Mackowiak an der Universität zu Köln. „Hier in Weingarten habe ich vor allem die überschaubare Größe der Hochschule auf dem Martinsberg schätzen gelernt, sagt sie über ihren neuen Wirkungsort. Kurze und schnelle Wege erleichterten die Arbeit ungemein. Auch die Bodenseeregion gefällt ihr sehr gut. „Das landschaftliche Angebot ist toll und kommt meinem Hobby, dem Joggen, sehr entgegen. Schon vor der Haustüre ist man mitten drin.“

Neuer Studiengang im Bereich vorschulische Bildung

Der neue Studiengang richte sich vor allem an künftige Mitarbeiter in Kindertageseinrichtungen, also im vorschulischen Bereich, berichtet Professorin Mackowiak. In Bremen werde ein Vergleichsmodell bereits erfolgreich praktiziert. Der Bachelor-Abschluss eröffne den Absolventen vielfältige Berufsmöglichkeiten, betont die Psychologin, die an der PH neben der Lehre auch übergeordnete Aufgaben beispielsweise Forschungsaufgaben, wahrnimmt. Bislang habe in der Lehrerausbildung der vorschulische Bildungsbereich einen zu geringen Stellenwert eingenommen. Dabei wisse man, dass etwa im naturwissenschaftlichen Bereich ein spielerisches Heranführen der Kinder an betreffende Thematiken sinnvoll und nachhaltig sei. „Wir wollen den Kindergarten keineswegs verschulen, aber die Bildungsarbeit in Kindertageseinrichtungen stärken“, betont Katja Mackowiak. Auch kleine Kinder könnten schon mit gewissen Ordnungen oder Symmetrien vertraut gemacht werden: Perlen auf eine Schnur reihen, Pyramiden bauen – der Ideenvielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt. Eine wichtige Rolle spielten dabei vor allem die Sprache, aber auch andere Disziplinen. „Der neue Studiengang ist zu Recht interdisziplinär ausgerichtet“, so die Professorin. Das Zentrum für Elementar- und Primarbildung verstehe sich als Forschungs- und Entwicklungszentrum, das die Arbeit mit Kindern im Alter von null bis zehn Jahren im Blickpunkt habe. Mit der Einrichtung des neuen Studiengangs werde die Bedeutung der frühkindlichen Bildung in den Mittelpunkt gestellt. Ende März gehe der neue Studiengang in die Akkreditierungsphase. Mackowiak: „Bis Ende Juli müsste dann alles klar sein.“

Pressemitteilung vom 12.04.2007

 
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