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Verschlechterung der Studienbedingungen befürchtet

Senat der Pädagogischen Hochschule Weingarten verabschiedete am 22. März eine Resolution


Weingarten – Der Senat der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) betrachtet „Diagnostik und Förderung“ als einen wünschenswerten Inhalt jeder Lehrerausbildung. Die Änderungsverordnung des Kultusministeriums vom 5. März 2007 wirft allerdings eine Reihe von Problemen auf, die zudem durch eine unklare, mehrfach „geflickte“, in sich nicht mehr logische Prüfungsordnung verschärft werden. Aus diesem Grund hat der Senat der Pädagogischen Hochschule am 22. März folgende Resolution verabschiedet:

1. Diagnostische Kompetenzen und Förderkompetenzen sind für alle Lehramtsstudiengänge, nicht nur für den Studiengang Grund- und Hauptschule, zentral. Die Standards zur Lehrerbildung der Kultusministerkonferenz sehen dies in der Kompetenz 7 ausdrücklich vor. Der Senat fordert die Berücksichtigung dieser Kompetenzen in allen Studiengängen.

2. Ein bloßer Zusatz in Form eines Moduls 4a in Erziehungswissenschaft wird der Bedeutsamkeit von Diagnose und Förderung nicht gerecht.

3. Erschwerende Änderungen in der Prüfungsordnung nach Einführung der Studiengebühren sind höchst problematisch.

4. Das Landeshochschulgesetz (LHG) schreibt in § 32 Abs. 3 vor, dass Studien- und Prüfungsleistungen auf der Grundlage eines Leistungspunktesystems bewertet werden sollen. Das LHG ist seit 1. Januar 2005 in Kraft. Der Senat fordert eine Prüfungsordnung, die mit dem LHG zu vereinbaren ist.

5. Die Erhöhung des Lehrangebots um 6 Semesterwochenstunden bedeutet eine Auslastungserhöhung der Pädagogischen Hochschule Weingarten um 5 Prozent. Dies kann nicht kostenneutral bewältigt werden. Bei 440 Studierenden im Jahr bedeutet dies zwischen 15 und 45 Lehrveranstaltungen (Gruppengröße von 80 beziehungsweise 30 Studierenden) mehr. Ohne personellen Ausgleich sieht daher der Senat durch die Einführung eine gravierende Verschlechterung der gegenwärtigen Studienbedingungen.

6. Die gegenwärtige Prüfungsordnung hat in den drei Jahren ihres Bestehens gezeigt, dass sie unklar und widersprüchlich ist. Mit der Vorlage des Moduls 4a wird dies noch verstärkt. Der Senat fordert daher bewusst keine Novellierung der gegenwärtigen Prüfungsordnung. Vielmehr ist er überzeugt, dass die Zeit für eine Neuordnung der Lehramtsstudiengänge mehr als reif ist.

Pressemitteilung vom 02.04.2007


 
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