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In Theorie und Praxis ein „großer Lehrer“

Sportprofessor Dr. Paul Hempfer wurde nach mehr als 35 Jahren in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet

Weingarten – Die Aula der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) füllt sich mit vielen Gästen. Aus Lautsprechern ertönt das legendäre Lied „Ski fahren“, Wintersportbilder flimmern über eine Leinwand und Studierende verwandeln die Bühne kurzerhand in eine Skipiste. Ihr origineller wintersportlicher Auftritt gilt Professor Dr. Paul Hempfer. Der geschätzte Sportprofessor, zu dessen Leidenschaften das Skifahren gehört, wird nach mehr als 35 Jahren Lehrtätigkeit an der PH in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet.

Bereits drei Jahre nach seinem ersten Staatsexamen 1968 in Tübingen habe den jungen Sportlehrer ein Ruf an den Lehrstuhl für Leibesübungen der PH in Weingarten ereilt, berichtet Professorin Dr. Ursula Pfeiffer, Dekanin der Fakultät I, vom Werdegang Hempfers. Am 1. April 1971 habe der kaum 30-Jährige auf dem Martinsberg seinen Dienst angetreten. Im Juni 1975, noch vor seinem 35. Geburtstag, wurde Hempfer dann zum Professor an der PH Weingarten ernannt. „Er lebte seinen Studenten vor, was Einsatz und Verantwortung sind“, so die Dekanin. Sein großes ehrenamtliches Engagement habe regionalen und überregionalen Sportorganisationen gegolten. 1997 erhielt Hempfer dafür die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Doch auch die Hochschule selbst habe dem Sportprofessor am Herzen gelegen, berichtet Dr. Ursula Pfeiffer weiter. Als Dekan und Prodekan habe Hempfer Verantwortung übernommen, seine Ämter mit großer Umsicht geführt und bei gegensätzlichen Auffassungen nicht selten vermittelt. Der Sportprofessor sei in Theorie und Praxis „ein großer Lehrer gewesen“, loben die Studierenden. Da er stetiger Weiterbildung und Forschung keineswegs abgeneigt gewesen sei, hätten sie von ihm stets die neusten Erkenntnisse erfahren. Zur großen Abschiedsfeier in der PH sind sogar einige seiner ersten Studenten angereist („1973 waren wir nur 100 Sportstudierende“). Mit Augenzwinkern berichten sie von „verzwickten sportlichen Aufgabenstellungen“, zeigen Bilder von einstigen Exkursionen und Skiausfahrten. Mit „Schön, schön war die Zeit“ bringen sie ihrem Ex-Professor, gesanglich unterstützt von den Festgästen, sogar ein nostalgisches Ständchen.

„Wir setzen auch weiterhin auf Sie“, betont PH-Rektor Professor Dr. Jakob Ossner. Hempfer sei in seiner aktiven Zeit immer da gewesen, wenn er gebraucht worden sei. Mit Temperament und viel Engagement sei es ihm gelungen, die Faszination seines Faches Sport anderen zu vermitteln, stellt der Rektor anerkennend fest. Dieser Meinung sind auch Hempfers jüngste Studenten, die ihren Sportprofessor nicht ohne Programmeinlagen ziehen lassen. Für ihn zeigt eine weibliche Tanzgruppe, was tänzerisch mit Stühlen so alles möglich ist, für ihn werden Matten ausgerollt und athletische Höchstleistungen kurzerhand in die PH-Aula verlegt. Das Publikum ist begeistert, Professor Hempfer auch: „Ich bin stolz auf euch“, sagt er nur und ist sich sicher: „Turnen ist geil, man muss es nur tun wollen.“

Pressemitteilung vom 14.02.2007

 
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