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„Die Zukunft unserer Jugend liegt jetzt in Ihren Händen“

Prüflingsfeier an der Pädagogischen Hochschule Weingarten

Weingarten – „Lehrer zu sein ist eine Herausforderung. Sie tragen eine außerordentliche Verantwortung – sich selbst und der Gesellschaft gegenüber“, meinte Professor Dr. Jakob Ossner, Rektor der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH), zu den frisch gebackenen Examensabsolventen. An der Hochschule auf dem Martinsberg fand die diesjährige Prüflingsfeier statt. Mit einem bunten Programm nebst anschließender Party – alles von den Studierenden selbst organisiert – feierten die Junglehrer mit Freunden, Angehörigen und PH-Vertretern ihr erstes Staatsexamen. Auch von weither waren Gäste angereist, um den erfolgreichen Studienabschluss gebührend zu feiern. So viele waren gekommen, dass es für zahlreiche Teilnehmer in der großen PH-Aula nur noch Stehplätze gab.

302 Studierende haben laut Ossner an der Examensprüfung 2006 teilgenommen. „Wir haben dieses Mal fast so etwas wie eine Schnapszahl“, so der PH-Rektor. 151 Prüflinge gab es im Grund- und Hauptschulbereich, gleichfalls 151 für die Realschule. Bei der Grund- und Hauptschule haben sieben Studierende mit Auszeichnung bestanden, 78 schlossen mit „gut“, 25 mit „befriedigend“ ab und für zwölf hieß es „bestanden“. Im Realschulbereich machten zehn ihr erstes Staatsexamen „mit Auszeichnung“, 63 bestanden die Prüfung mit „gut“, 31 mit „befriedigend“. Ein PH-Studierender schloss sein Realschul-Studium mit „bestanden“ ab, für 27 hieß es „nicht bestanden“.

„Die Zukunft unserer Jugend liegt nun auch in Ihren Händen“, appellierte Rektor Ossner in seiner Gratulation an die Examinierten. In den 60er Jahren sei der Lehrer in der Wertschätzungsskala gleich nach dem Pfarrer und dem Arzt gekommen. Heutzutage hingegen rangiere er eher auf den hinteren Rängen. Dem müsse entgegengewirkt werden. Mit ihrem erfolgreichen Studium an der PH seien die Studierenden eine lebenslange Verpflichtung eingegangen, so Ossner weiter. Die Aussage „Lernen ist Vorfreude auf sich selbst“ gelte in besondere Weise für Lehrer. Nicht nur die fachliche Eignung sei wichtig. „Ein Lehrer muss das, was er weiß, auch erklären können.“ Nur wer selbst von dem, was er vermittle, fasziniert sei, könne auch die Schüler faszinieren und begeistern. Oberstes Bildungsziel sei es dabei, den anderen selbständig, das heißt sich als Lehrer letztendlich überflüssig zu machen.

Die in Weingarten gängigen Studienzeiten von 8,9 beziehungsweise 9,3 Semestern gehörten zu den kürzesten in Baden-Württemberg, so Rektor Ossner weiter. In einer aus freien Stücken vorgenommenen Selbst-Evaluation habe die PH darüber hinaus beste Bewertungen erhalten. „Eigentlich schade, dass wir heute schon Abschied feiern, findet ihr nicht?“ meinte eine glückliche Absolventin. „Die PH Weingarten ist eine tolle Hochschule und wir waren ein tolles Team.“ Die glücklichen Junglehrer dankten ihrem Rektor „für seine Bereitschaft, immer auf uns einzugehen“. Jetzt werden sie in alle Richtungen auseinander streben, um an irgendeiner Schule im Land das Referendariat anzutreten. „Bitte bleiben Sie der PH treu, kommen Sie zu den Ehemaligentreffen und vergessen Sie nicht, dass es einen Verein der Freunde und Förderer der PH gibt“, appellierte Rektor Ossner zum Schluss an die Junglehrer.

Vor der eigentlichen Examensparty gab es noch Auszeichnungen für besondere Leistungen bei wissenschaftlichen Hausarbeiten. Der Preis der „Freunde und Förderer der Pädagogischen Hochschule“ (VdF) ging an Frau Rosanna Essen für die Erarbeitung einer kindgerechten Rückenschule. Die Arbeit basiere auf aktuellsten Forschungsergebnissen und sei für jeden, der sich mit dem Thema Rückenprobleme bei Schülern auseinandersetze, überaus praktikabel, hieß es in der Laudatio. Weitere Preise für wissenschaftliche Hausarbeiten verlieh Prof. Schwab im Namen des VdF an die Studentinnen Anette Birk und Natascha Kapler. Die neu gewählte Frauenbeauftragte der PH, Frau Prof. Marieluise Kliegel, verlieh den Genderpreis an Sandra Knoll für die Entwicklung eines Sachbausteins für den Religionsunterricht über Maria Magdalena. Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für besondere Leistungen ausländischer Studenten verlieh der Prorektor der PH, Prof. Martin Oswald an Inna Romanyuk. Sie hat in Russland ein Studium der Germanistik und Weltliteratur absolviert und ist seit 2005/06 an der PH für die Grund- und Hauptschule eingeschrieben. „Sie spricht hervorragend Deutsch und verfügt über eine besondere pädagogische Kompetenz“, so Prorektor Oswald. Nebenher biete Frau Romanyuk an der VHS Weingarten Deutsch als Fremdsprache an und erteile Studierenden von der russischen Partneruniversität der PH in Nishnij Nowgorod Deutschunterricht. Oswald: „Sie hat es geschafft, eine Brücke zwischen Russland und Deutschland zu schlagen.“

 

Pressemitteilung vom 08.12.2006

 
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