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„Eine Chance für Sie und Ihre künftigen Schüler“

Internationaler Tag“ an der Pädagogischen Hochschule Weingarten – Studierende haben viele Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt

Weingarten – Eigentlich ein ganz normaler Wochentag: Doch an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Weingarten herrscht – mehr als sonst – buntes Sprachengewirr. Englisch, Französisch, Spanisch, aber auch Russisch und andere Sprachen sind zu hören. Ein Teil des zweiten Obergeschosses der Hochschule ist mit chinesischen Girlanden und Lampions geschmückt. Dort gibt es an Stellwänden Informationen zu China und dessen Schulsystem. Über Video wird ein Film zu China gezeigt und PH-Professor Dr. Martin Oswald spricht über „Kunst in China heute“ und darüber, was es heißt, heute in China Kunst zu unterrichten. An langen Tischen in den PH-Fluren findet sich ausführliches Infomaterial über Möglichkeiten eines Studienaufenthalts im Ausland und über die Partnerhochschulen der PH. Studierende berichten von ihren Erlebnissen und Eindrücken aus Australien, Großbritannien, Irland, Brasilien und anderen Ländern. Die Pädagogische Hochschule hat zu einem „Internationalen Tag“ eingeladen.

„Mir gefällt es hier. Die Leute sind sympathisch und die deutsche Hochschule leistet gute Arbeit“, lobt Professorin Dr. Elisavetha Savrutskaja. Die Direktorin der linguistischen Universität Nishnij Nowgorod ist eigens zum „Internationalen Tag“ nach Weingarten gekommen und hat auch russische Studierende aus der Region nahe Moskau mitgebracht. Seit März 2006 bestehe eine lebhafte Partnerschaft zwischen den beiden Hochschulen, berichtet Dr. Michael Hermann, derzeit Honorarprofessor in Nishnij Nowgorod und Initiator der PH-Hochschulkooperation mit Russland. Die Partnerschaft bedeute für beide Seiten eine Unmenge an Bürokratie. Erstmals seien jetzt Studierende aus Nishnij Nowgorod, der mit 1,3 Millionen Einwohner drittgrößten Stadt Russlands, an der PH zu Gast. Hermann verschweigt nicht, dass in Deutschland teilweise noch ein falsches Bild von Russland vorherrsche, das es zu korrigieren gelte. Im Frühjahr 2007 werden deutsche PH-Studenten im Fach Geographie mit Professorin Yvonne Schleicher auf Großexkursion nach Russland gehen. „Machen Sie sich auf interessante, aber auch anstrengende Erkundigungen im Bereich Wirtschafts- und Verkehrsgeographie gefasst. Mit der Stadtgeographie beginnen wir in der Megacity Moskau“, lautet die Botschaft der Professorin an mitreisewillige Studierende. Einen ersten Eindruck von Russland und der Region Nishnij Nowgorod – von Land, Leuten, Klima, Religion und anderen Gepflogenheiten – vermittelt ein Diavortrag. Die Begeisterung ist groß.

Nur ein paar Hörsaaltüren weiter erfahren Studenten von Professor Dr. Ingo Juchler, Fach Gemeinschaftskunde/Politikwissenschaft, dass die Pädagogische Hochschule Weingarten auch die seltene Möglichkeit eines Blockpraktikums in Südafrika anbietet. „Sie sollten sich dafür aber gründlich vorbereiten“, empfiehlt der Professor und berichtet von Kolonialgeschichte und Apartheid, von Reichtum und unglaublicher Armut, von einer hohen Arbeitslosigkeit und den drei von der evangelischen Kirche Südafrikas getragenen Schulen in Kwa Zulu-Natal, an denen die achtwöchigen Blockpraktika stattfinden. Das Praktikum setze Flexibilität und Toleranz, Offenheit und viel Kreativität voraus, so Professor Juchler. „Sie sollen die dort bestehenden Widersprüche erkennen, aber nicht lösen wollen.“ Zugleich biete der Südafrika-Aufenthalt aber auch die einmalige Chance das Blickfeld zu erweitern. „Eine Chance für Sie und für Ihre künftigen Schüler.“ 2007 werden 27 PH-Studenten für ein Blockpraktikum nach Südafrika reisen. Für Interessenten gebe es dann eine Infoveranstaltung zum wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontext in Südafrika. Auch die sprachliche Kompetenz der Studierenden werde vorab geprüft. Wer letztendlich nach Südafrika geht, entscheidet die PH. „Es ist kein ganz leichtes Praktikum“, so Professor Juchler. „Nichts für Studienanfänger.“

Wie stark sich die Pädagogische Hochschule Weingarten für den Ausbau der internationalen Kontakte einsetzt, belegt die jüngste Reise des Rektors, Professor Dr. Jakob Ossner. Er hielt sich während des Internationalen Tages an der künftigen Partnerschule der PH in Indien auf.

Pressemitteilung vom 17.11.2006

 
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