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„Wir prüfen die Bildungsoffensive der Stadt Ulm“

Weingarten – „Die Stadt Ulm hat viel Geld in eine Bildungsoffensive gesteckt. Jetzt liegt es an uns zu prüfen, ob sich diese Investition gelohnt hat“, sagt Diemut Kucharz, Professorin für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) und Direktorin des Zentrums für Elementar- und Primarbildung. Zum ersten Mal sei die PH von einer Stadt mit einer Evaluation beauftragt worden, berichtet Diemut Kucharz. Die Idee dazu stamme von Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner. Er ist Mitglied im Hochschulrat der PH und konnte den Ulmer Gemeinderat davon überzeugen, dass es wichtig ist, die Nachhaltigkeit der mehrere Millionen Euro teuren städtischen Bildungsinvestitionen der vergangenen sechs Jahre durch die Weingartener Hochschule feststellen zu lassen. Zudem lassen sich aus den Ergebnissen Perspektiven für die weitere Entwicklung ableiten.

In zwei Jahren, im Sommer 2008, sollen die Ergebnisse vorliegen. Bis dahin gilt es einen riesigen Stapel an Unterlagen zu sichten, Einzelprojekte zu untersuchen, viele Gespräche zu führen und Auswertungen vorzunehmen. Versteht sich von selbst, dass dies nur in einem funktionierenden Team zu bewältigen ist. An der PH seien eigens für die Evaluation zwei halbe Stellen für zwei Doktorandinnen eingerichtet worden, berichtet Professorin Kucharz. Zum 1. September haben Caroline Müller und Kristina Eisnach mit ihrer Arbeit begonnen. Caroline Müller hat nach ihrem Studium an der PH Weingarten ihr Diplom in Elementarpädagogik an der Universität Tübingen gemacht und ist Expertin für den vorschulischen Bereich. Kristina Eisnach ist Erziehungswissenschaftlerin (M.A.) und „ausgewiesen im Bereich Statistik und Ganztageseinrichtungen. Ab 1. Februar 2007 kommt die Bald Waldseer Lehrerin Christine Fink noch mit in das Team. „Sie wurde vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst für die Evaluation abgeordnet“, berichtet Diemut Kucharz. Zusammen mit ihrem Kollegen Professor Dr. Thorsten Bohl, Direktor des PH-Zentrums für Schulentwicklung und Professionalisierung, hat die PH-Professorin die Koordination des wichtigen Projekts übernommen.

Die Stadt Ulm investiert nicht wenig in die Auswertung ihrer Bildungslandschaft. Die Investitionssumme einschließlich der Mittel aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst umfasst rund 380.000 Euro. Die Pädagogische Hochschule selbst unterstützt das Projekt über die Finanzierung von Sachmitteln, Entwicklungs- und Reisekosten sowie über Hilfskräfte. Die Zeit drängt. „Wir haben uns mit der Stadt Ulm auf drei inhaltliche Schwerpunkte geeinigt“, erzählt Diemut Kucharz. Diese liegen in den Bereichen „Übergang Kindergarten/Grundschule“, „Ganztagesschulen“ und „Übergang Schule/Beruf“. „Bei letzterem werden wir uns verstärkt um die Hauptschulen und Realschulen kümmern“, so Kucharz. Bereits im Frühjahr 2007 soll in allen drei Bereichen bei Eltern und Beschäftigten eine Fragebogenerhebung durchgeführt werden. In einem zweiten Schritt erfolge dann eine qualitative Erhebung in ausgewählten Einrichtungen. „Schließlich sind wir auf der Suche nach der best practice“, so die Professorin. Das Evaluationsteam baut auf ein funktionierendes Netzwerk zwischen Hochschule und Stadt Ulm. „Ein reibungsloser, schneller Austausch von Informationen ist Voraussetzung für das Einhalten der gesetzten Fristen“, betont Professorin Kucharz. Die Evaluation der Bildungsoffensive der Stadt Ulm findet schon jetzt überregionale Beachtung und wird wahrscheinlich nicht der einzige derartige Auftrag für die PH Weingarten bleiben. Anfragen von anderen Kommunen liegen bereits vor.

Pressemitteilung vom 10.11.2006

 
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