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Biologie
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Forschungsprojekte

 

Forschungsprojekt "Bilingualer Biologieunterricht"
Seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts werden in Deutschland an manchen Schulen bestimmte Unterrichtsfächer in einer Fremdsprache unterrichtet. Vorrangiges Ziel dieses so genannten "Bilingualen Sachfachunterrichts" ist die Förderung der fremdsprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der  teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.
In jüngerer Zeit zählt - an etwa hundert Schulen bundesweit - auch das Fach Biologie zum Kanon der Fächer, die bilingual unterrichtet werden. Aus Sicht der Biologiedidaktik stellt sich die Frage, inwieweit der Erwerb von fachspezifischen Kompetenzen im "Sachfach" Biologie davon profitiert, dass dieses in einer Sprache unterrichtet wird, die für die Mehrzahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler nicht die Muttersprache ist. Der Klärung dieser übergeordneten Frage widmet sich das Forschungsprojekt "Bilingualer Biologieunterricht".
Im Rahmen dieser empirischen Lehr-Lern-Forschung ergeben sich mittelfristig vielleicht auch grundsätzliche Erkenntnisse für den Umgang mit mehrsprachigen Situationen im naturwissenschaftlichen Unterricht. Dieser sollte auf entsprechende Situationen vorbereitet sein, da Migrationsprozesse auch zukünftig zu unserem Alltag gehören werden.

Für eine Kontaktaufnahme zu diesem Forschungsprojekt wenden Sie sich gerne an den Projektleiter Prof. Dr. Michael Ewig.

 
Projektpartnerschaften

ELIAS
MNW Kolleg

CLILA   

 


Dissertationsprojekt  "Förderung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung im
bilingualen Biologieunterricht durch gezielte Stützung sprachlicher Aushandlungsprozesse"


Seit der Orientierung des naturwissenschaftlichen Unterrichts auch an den nationalen Bildungsstandards findet der Kompetenzbereich ‚Kommunikation’ verstärkt Berücksichtigung bei der Planung und Gestaltung eben dieses Unterrichts. Dies schlägt sich beispielsweise nieder in Hinweisen zu einer sprachsensiblen Gestaltung naturwissenschaftlichen Unterrichts. Im Zusammenhang mit CLIL (‚Content and Language Integrated Learning‘) stellt dieses Ziel eine besondere Herausforderung dar: Die Diskrepanz zwischen kognitiven Kompetenzen und sprachlichen Fertigkeiten der Lernenden kann zu erfolgslosen Lernerlebnissen führen. Eine Unterstützung der sprachlichen Aushandlungsprozesse während der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung ist daher von großer Bedeutung, um sachfachlich angemessenes Lernen in einer Fremdsprache zu ermöglichen und die Qualität des bilingualen Biologieunterrichts zu gewährleisten. Die Stützung der Aushandlungsprozesse erfolgt durch scaffolds, die im Sinne eines Gerüsts sprachliche als auch fachliche Lernprozesse stärken. Das Forschungsziel ist die Identifikation und Definition solcher scaffolds, die sich als geeignet erweisen Kompetenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung im bilingualen Biologieunterricht zu entwickeln und zugleich sprachliche Kompetenzen der Fremdsprache zu fördern. Im Zentrum dieser Untersuchung stehen Interaktionsprozesse im naturwissenschaftlichen Erkenntnisprozess zwischen Lehrkräften und Lernenden sowie zwischen den Lernenden untereinander.


Für eine Kontaktaufnahme zu diesem Dissertationsprojekt wenden Sie sich gerne an Marisa Rimmele.



 
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Foto: Pädagogische Hochschule Weingarten